Nutzen von mHealth für Diabetiker bewiesen

09.07.2012

Eine aktuelle Studie von WellDoc, einer Wissenschafts- und Technologie-Firma aus Baltimore, belegt den Nutzen von mobile Health bei Diabetes-Erkrankungen.

Insbesondere das Daten-Management der Blutwerte kann demnach mit Apps deutlich effizienter gestaltet werden als mit herkömmlichen Methoden. Dies hilft Patienten und deren Ärzte gleichermaßen.

Gerade wenn durch mHealth eine „Zwei-Seiten-Kommunikation“ zustande kommt, hat der Patient einen signifikanten Nutzen davon. In der WellDoc-Studie kam raus, dass Patienten, die ihre Blutzuckerwerte mit mobilen Anwendungen an ihre Ärzte meldeten, ihren A1c im Durchschnitt um 1,5 % senken konnten. Wenn die Ärzte dann diese Daten auch noch klinisch weiterverarbeitet haben, sank der A1c-Level um weitere 0,4 Prozentpunkte auf durchschnittlich 1,9 %. Bei der konventionell betreuten Kontrollgruppe sank der A1c-Level im gleichen Zeitraum dagegen nur um 0,7 %.

Charlene C. Quinn von der University of Maryland, die die Studie ärztlich betreute, sieht den Effekt auf die Patientengesundheit damit als bewiesen: „Die WellDoc-Studie zeigte eine Patienten zentrierte medizinische Betreuung, die auch das Therapie-Management der Anbieter beeinflusst hat. Dies geschah zeitgleich mit anderen unterstützenden Schlüsselaspekten wie das Selbst-Management der Patienten, die ihre Blut-Zucker-Werte kontrollierten, sowie bei der Diät der Patienten und ihrer Bewegung.“

Angespornt durch den Erfolg der Studie will WellDoc nun eine mobile Health App entwickeln, die in der Compliance von Typ2 Diabetes zum Einsatz kommen soll. Die App soll in der ersten Hälfte 2013 bereit stehen.

Mehr zur Studie hier.